Motorsport-Magazin

by Jörg Stephan
 
 

Schadensgutachten am Rennfahrzeug - darauf kommt es an


Ist ein Fahrzeug verunfallt, ist es die Aufgabe eines Gutachters, die Höhe des Schadens zu bewerten. Zwischen Alltagsauto und Rennfahrzeug gibt es hier aber teils erhebliche Unterschiede. Soll ein Gutachten zu einem Rennwagen erstellt werden, ist umfassende Sachkenntnis die wichtigste Voraussetzung - aber es gibt noch mehr Finessen, über die ein wirklich kompetenter Schadensgutachter verfügen sollte, um ein fundiertes Urteil zu fällen.

Schäden am Rennfahrzeug sind schwierig einzuschätzen

Fragt man einen Sachverständigen, worin denn die Schwierigkeit liegt, ein Gutachten zu einem Rennfahrzeug abzugeben, wird er als erstes sagen, dass ein Rennauto nunmal einzigartig ist. Auf der Rennstrecke gibt es keine Serienmodelle und jedes einzelne Teil ist relevant. Für Alltagsautos kann der Gutachter auf vorhandene Daten zurückgreifen und mithilfe von standardisierten Werten die Schadenshöhe berechnen. Bei einem Rennwagen gibt es solche Daten nicht.

Es muss also ein sogenanntes Phantomgutachten erstellt werden. Das bedeutet, dass die Berechnung ausschließlich für dieses individuelle Fahrzeug erfolgt und dabei auf alle verfügbaren Informationen über das Fahrzeug und seine Bauteile zurückgegriffen wird. Da alle Teile aus der Rennsportabteilung des Autobauers stammen, ist das gar nicht so einfach. Top-Gutachter haben aber die Möglichkeit auf die Datenbanken der Hersteller zuzugreifen. Das ist von unschätzbarem Wert, wenn es darum geht, ein exaktes Gutachten zu erstellen.

Top-Schadensgutachter: Das Herzblut macht den Unterschied!

Was aber macht nun einen guten Sachverständigen zu einem richtig guten Sachverständigen? Klare Antwort: Die absolute Begeisterung für den Motorsport. Hat man einen Gutachter vor Ort, der selbst “Benzin im Blut” hat, kann man sich sicher sein, zur höchsten Kompetenz auch besten Service aus Überzeugung und Leidenschaft zu bekommen.

Wenn der Schadensgutachter für die gesamte Veranstaltung vor Ort ist, ergeben sich daraus unschätzbare Vorteile. So sind für die Versicherungsnehmer der Allianz-Tochter ESA beispielsweise in der VLN-Serie Begutachtungen von Schäden aus Trainingsunfällen problemlos möglich, denn der Sachverständige reist selber bereits am Donnerstag vor dem Rennen an. So schließt ein Unfall im Training die Teilnahme am Rennen nicht mehr aus. Der Gutachter kann den Schaden sofort aufnehmen, eine Notreparatur freigeben und insofern der technische Kommissar zustimmt, steht der Teilnahme am Rennen nichts entgegen.

Letzten Endes hängt also auch beim Schadensgutachter, so wie im ganzen Motorsport, alles an der Leidenschaft für seine Aufgabe. So wie bei der ESA, denn hier sagt auch der Sachverständige von sich: “Ich bin völlig motorsportverrückt!”



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